Mit ihren bunten Häuserfassaden, verwinkelten Kopfsteinpflastergassen und mittelalterlichen Wehrtürmen gehört Sighișoara zu den schönsten Städten Rumäniens. Die auf Deutsch als Schäßburg bekannte Stadt liegt mitten in Siebenbürgen (Transsilvanien) und besitzt eine außergewöhnlich gut erhaltene historische Altstadt. Seit 1999 gehört diese zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Wer Sighișoara besucht, entdeckt eine Stadt, in der das Mittelalter bis heute lebendig geblieben ist. Hinter den historischen Stadtmauern befinden sich kleine Cafés, traditionelle Restaurants, alte Bürgerhäuser und einige der interessantesten Sehenswürdigkeiten Siebenbürgens. Darüber hinaus gilt Schäßburg als mutmaßlicher Geburtsort von Vlad III. Drăculea, dessen Geschichte später mit der berühmten Dracula-Legende verbunden wurde.
In diesem Reiseführer erfährst du, welche Sehenswürdigkeiten in Sighișoara besonders lohnenswert sind, wie viel Zeit du für die Besichtigung einplanen solltest und welche Ausflüge sich in der Umgebung anbieten.
Sighișoara auf einen Blick
| Information | Details |
|---|---|
| Rumänischer Name | Sighișoara |
| Deutscher Name | Schäßburg |
| Ungarischer Name | Segesvár |
| Region | Siebenbürgen (Transsilvanien) |
| Landkreis | Mureș, Rumänien |
| UNESCO-Welterbe | Seit 1999 |
| Bekannt für | Mittelalterliche Altstadt, Stundturm und Dracula-Geschichte |
| Empfohlene Aufenthaltsdauer | 1 bis 2 Tage |
| Beste Reisezeit | Mai bis Juni und September bis Oktober |
| GPS-Koordinaten | Etwa 46,218° N, 24,792° E |
Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Sighișoara
Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen innerhalb der historischen Oberstadt. Dadurch lässt sich Schäßburg hervorragend zu Fuß erkunden. Allerdings solltest du etwas Kondition mitbringen, denn die Altstadt liegt auf einem Hügel und einige Gassen sind recht steil.
1. Der Stundturm – das Wahrzeichen von Schäßburg
Der Stundturm (Turnul cu Ceas) ist das bekannteste Bauwerk von Sighișoara. Mit einer Höhe von etwa 64 Metern überragt er die Dächer der mittelalterlichen Stadt und bildet eines der beliebtesten Fotomotive Siebenbürgens.
Der Turm stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert und erfüllte mehrere Funktionen. Er diente als Verteidigungsanlage, Stadttor und zeitweise als Sitz der städtischen Verwaltung. Besonders auffällig ist das farbenfrohe Dach mit seinen glasierten Ziegeln.
Im Inneren befindet sich heute das historische Museum der Stadt. Wer die Treppen hinaufsteigt, gelangt zu einer Aussichtsplattform mit einem herrlichen Blick über die roten Dächer, Kirchtürme und die umliegenden Hügel.
Reisetipp: Besuche den Stundturm möglichst am Vormittag. Dann ist es häufig etwas ruhiger und die Aussicht lässt sich entspannt genießen.
2. Die historische Altstadt und der Burgplatz
Das eigentliche Highlight von Sighișoara ist die Altstadt selbst. Die sogenannte Burg oder Zitadelle liegt oberhalb der neueren Stadtviertel und vermittelt mit ihren engen Gassen, Torbögen und historischen Gebäuden eine außergewöhnliche mittelalterliche Atmosphäre.
Besonders schön ist der zentrale Burgplatz (Piața Cetății). Hier stehen restaurierte Bürgerhäuser in Gelb, Rosa, Orange und anderen Pastellfarben. Einige beherbergen heute Restaurants, Cafés oder kleine Geschäfte.
Die Häuser erzählen von der Zeit, als Schäßburg ein wichtiges Handelszentrum der Siebenbürger Sachsen war. Zahlreiche Handwerker und Kaufleute ließen sich innerhalb der befestigten Stadt nieder und prägten ihre Architektur.
Fototipp: Die farbigen Häuserfassaden wirken am frühen Morgen oder im warmen Abendlicht besonders schön.
3. Die Schülertreppe mit ihren 175 Stufen
Eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten ist die überdachte Schülertreppe (Scara Acoperită). Sie wurde im 17. Jahrhundert errichtet, damit die Schüler auch bei Regen, Schnee und eisigen Temperaturen sicher zur Schule auf dem Burgberg gelangen konnten.
Heute besteht die historische Holztreppe aus 175 Stufen. Ihr dunkler, vollständig überdachter Aufgang vermittelt eine besondere Atmosphäre.
Oben angekommen, erreichst du die Bergkirche und den alten Friedhof. Beide Sehenswürdigkeiten gehören zu den ruhigeren Orten der Altstadt.
Gut zu wissen: Die Holzstufen können bei Nässe rutschig sein. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert.
4. Die Bergkirche – gotische Architektur über der Stadt
Auf dem höchsten Punkt der historischen Zitadelle steht die Bergkirche (Biserica din Deal). Sie zählt zu den bedeutendsten gotischen Sakralbauten Siebenbürgens.
Die Kirche entstand über mehrere Jahrhunderte und wurde von der deutschsprachigen Bevölkerung der Stadt genutzt. Besonders interessant sind die mittelalterlichen Wandmalereien, die gotischen Architekturdetails und die historische Ausstattung.
Direkt neben der Kirche liegt ein alter evangelischer Friedhof mit verwitterten Grabsteinen und historischen Familiennamen. Ein Spaziergang zwischen den Gräbern vermittelt einen Eindruck von der jahrhundertelangen Geschichte der Siebenbürger Sachsen.
5. Das Geburtshaus von Vlad Drăculea
Eine der bekanntesten Geschichten rund um Sighișoara betrifft Vlad III. Drăculea, auch bekannt als Vlad der Pfähler. Der spätere Herrscher der Walachei wurde vermutlich um 1431 in Schäßburg geboren.
Als sein möglicher Geburtsort gilt ein historisches Gebäude nahe dem Stundturm, das heute als Casa Vlad Dracul bekannt ist.
Vlad III. wurde Jahrhunderte später zu einer historischen Inspirationsquelle für die berühmte Romanfigur Dracula. Allerdings sollte man zwischen dem realen Herrscher und dem fiktiven Vampir aus Bram Stokers Roman unterscheiden.
Das Gebäude gehört zu den bekanntesten touristischen Stationen der Stadt und ist vor allem für Besucher interessant, die sich mit den Dracula-Legenden Siebenbürgens beschäftigen.
6. Die Wehrtürme der Handwerkszünfte
Im Mittelalter wurde Sighișoara von einer mächtigen Befestigungsanlage geschützt. Die Stadtmauer besaß ursprünglich 14 Wehrtürme, von denen neun erhalten geblieben sind.
Viele dieser Türme wurden von unterschiedlichen Handwerkszünften unterhalten und verteidigt. Daher tragen sie Namen wie Schneiderturm, Kürschnerturm, Seilerturm oder Schusterturm.
Bei einem Spaziergang entlang der Burgmauern kannst du mehrere dieser historischen Verteidigungsanlagen entdecken. Besonders eindrucksvoll ist der Schneiderturm, der einst einen wichtigen Zugang zur Burg sicherte.
Die Zunfttürme zeigen, wie eng das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben der mittelalterlichen Stadt mit ihrer Verteidigung verbunden war.
7. Das Venezianische Haus
Das sogenannte Venezianische Haus (Casa Venețiană) befindet sich in der Nähe des Stundturms und fällt durch seine charakteristische Architektur auf.
Seinen Namen verdankt es den Fensterformen, die an venezianische Baukunst erinnern. Das Gebäude ist ein schönes Beispiel dafür, wie unterschiedliche europäische Baustile die historische Entwicklung Schäßburgs beeinflusst haben.
8. Die Klosterkirche
In unmittelbarer Nähe des Stundturms befindet sich die Klosterkirche, eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit der Stadt.
Die ursprünglich mit einem Dominikanerkloster verbundene Kirche besitzt eine lange Geschichte und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert. Im Inneren fallen insbesondere die historische Ausstattung und der barocke Altar auf.
Wer sich für Kirchenarchitektur und die religiöse Geschichte Siebenbürgens interessiert, sollte einen Besuch einplanen.
9. Die Unterstadt von Sighișoara
Viele Reisende konzentrieren sich ausschließlich auf die Zitadelle. Dabei lohnt sich auch ein Spaziergang durch die Unterstadt.
Hier zeigt sich das moderne Alltagsleben von Schäßburg. Du findest Geschäfte, Märkte, Restaurants und weitere historische Gebäude. Besonders rund um den Hermann-Oberth-Platz lässt sich ein guter Eindruck davon gewinnen, wie sich die mittelalterliche Stadt im Laufe der Zeit erweitert hat.
Die Unterstadt ist außerdem ein guter Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Burg.
10. Die schönsten Aussichtspunkte
Sighișoara lässt sich aus unterschiedlichen Perspektiven fotografieren. Besonders beliebt ist der Ausblick vom Stundturm, weil sich von hier das historische Stadtbild mit den dicht gedrängten Häusern besonders gut erkennen lässt.
Auch rund um den Burgberg gibt es reizvolle Blicke auf die Zitadelle. Wer ein wenig Zeit mitbringt, sollte die Altstadt einmal vollständig umrunden und nach weniger bekannten Fotoperspektiven Ausschau halten.
Sighișoara an einem Tag: Der perfekte Stadtrundgang
Du hast nur einen Tag Zeit? Kein Problem. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich gut miteinander verbinden.
| Uhrzeit | Aktivität |
|---|---|
| 09:00 Uhr | Spaziergang durch die Unterstadt und Aufstieg zur Zitadelle |
| 10:00 Uhr | Besichtigung des Stundturms und des Geschichtsmuseums |
| 11:30 Uhr | Burgplatz, Venezianisches Haus und Dracula-Geburtshaus |
| 12:30 Uhr | Mittagessen in einem traditionellen Restaurant |
| 14:00 Uhr | Aufstieg über die Schülertreppe |
| 14:30 Uhr | Besichtigung der Bergkirche und des historischen Friedhofs |
| 16:00 Uhr | Spaziergang entlang der Wehrmauern und Zunfttürme |
| 17:30 Uhr | Kaffeepause oder entspannter Stadtbummel |
Dieser Rundgang ist als Orientierung gedacht. Die tatsächliche Reihenfolge hängt unter anderem von den Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeiten ab.
Die Geschichte von Schäßburg: Von den Sachsen bis zum UNESCO-Weltkulturerbe
Die Geschichte Sighișoaras ist eng mit der Besiedlung Siebenbürgens durch deutschsprachige Siedler verbunden. Im 12. und 13. Jahrhundert kamen zahlreiche Handwerker und Kaufleute in die Region. Sie wurden als Siebenbürger Sachsen bekannt.
Die Siedler bauten Schäßburg zu einer befestigten Handelsstadt aus. Durch die günstige Lage an wichtigen Handelswegen entwickelte sich der Ort zu einem regionalen Zentrum für Handwerk und Handel.
Im Mittelalter spielten Handwerkszünfte eine zentrale Rolle. Schneider, Schmiede, Schuster und andere Berufsgruppen organisierten sich in Vereinigungen und beteiligten sich an der Verteidigung der Stadt.
Im Laufe der Jahrhunderte überstand Schäßburg zahlreiche politische Veränderungen, Brände und militärische Konflikte. Trotz dieser Ereignisse blieb ein großer Teil der mittelalterlichen Stadtstruktur erhalten.
1999 nahm die UNESCO das historische Zentrum in die Liste des Weltkulturerbes auf. Heute ist die Altstadt ein bedeutendes Zeugnis der Kultur und Architektur der Siebenbürger Sachsen.
Sighișoara und Dracula: Wie viel Wahrheit steckt hinter der Legende?
Transsilvanien wird international häufig mit Dracula in Verbindung gebracht. Auch Schäßburg profitiert von dieser Bekanntheit, weil Vlad III. Drăculea hier vermutlich geboren wurde.
Sein Vater Vlad II. Dracul hielt sich zeitweise in der Stadt auf. Der Beiname seines Sohnes bedeutet sinngemäß „Sohn des Dracul“.
Vlad III. wurde später als Herrscher der Walachei bekannt. Seine grausamen Bestrafungsmethoden brachten ihm den Beinamen „der Pfähler“ ein.
Der Vampir Dracula dagegen ist eine literarische Figur des irischen Schriftstellers Bram Stoker. In seinem 1897 veröffentlichten Roman vermischte Stoker historische Anklänge, volkstümliche Vorstellungen und fiktive Elemente zu einer weltberühmten Geschichte.
Wer Schäßburg besucht, begegnet dieser Legende insbesondere rund um das historische Dracula-Haus. Die eigentliche Attraktion der Stadt ist jedoch ihre authentische mittelalterliche Architektur.
Was kann man in Sighișoara essen?
Ein Besuch in Schäßburg bietet eine gute Gelegenheit, die traditionelle Küche Siebenbürgens kennenzulernen. Sie vereint rumänische, ungarische und sächsische Einflüsse.
Zu den typischen Spezialitäten gehören:
- Sarmale: Mit Fleisch und Reis gefüllte Kohlrouladen, häufig mit Sauerrahm serviert.
- Mămăligă: Ein traditioneller Maisbrei, der als Beilage oder Hauptgericht gegessen wird.
- Ciorbă: Herzhafte, häufig leicht säuerliche Suppen in verschiedenen Varianten.
- Papanași: Eine beliebte rumänische Süßspeise aus Quarkteig, meist mit Sauerrahm und Konfitüre.
- Gulasch: Ein deftiges Gericht, das den ungarischen Einfluss auf die regionale Küche widerspiegelt.
Besonders schön ist es, in einem Restaurant innerhalb der historischen Burg zu essen. Viele Lokale befinden sich in alten Häusern mit Gewölben, Innenhöfen oder kleinen Terrassen.
Wann ist die beste Reisezeit für Sighișoara?
Grundsätzlich kannst du Schäßburg das ganze Jahr über besuchen. Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Reize.
| Jahreszeit | Vorteile | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Frühling | Angenehme Temperaturen und blühende Landschaft | Gelegentliche Regenschauer |
| Sommer | Lange Tage, Straßencafés und Veranstaltungen | Mehr Besucher und teilweise hohe Temperaturen |
| Herbst | Goldenes Licht und schöne Herbstfarben | Kürzere Tage und zunehmend kühle Abende |
| Winter | Ruhige Altstadt und besondere Atmosphäre | Kälte, Schnee und möglicherweise eingeschränkte Öffnungszeiten |
Unsere Empfehlung: Mai, Juni, September und Anfang Oktober eignen sich besonders gut für einen Städtetrip. Dann lässt sich die Altstadt häufig bei angenehmem Wetter erkunden, ohne dass sie so stark besucht ist wie in der Hauptferienzeit.
Anreise nach Sighișoara: Auto, Zug oder Flugzeug?
Mit dem Auto
Für eine Rundreise durch Siebenbürgen ist ein Mietwagen besonders praktisch. Schäßburg lässt sich gut mit bekannten Städten wie Brașov (Kronstadt), Sibiu (Hermannstadt) oder Târgu Mureș verbinden.
Die Fahrt führt teilweise durch hügelige Landschaften mit kleinen Dörfern, historischen Kirchen und traditionellen Bauernhäusern.
In der historischen Zitadelle ist der Autoverkehr eingeschränkt. Am besten suchst du dir einen geeigneten Parkplatz unterhalb der Altstadt und erkundest das Zentrum zu Fuß.
Mit dem Zug
Sighișoara besitzt einen Bahnhof und ist an das rumänische Eisenbahnnetz angeschlossen. Zugverbindungen bestehen unter anderem in Richtung Brașov, Sibiu und weiterer Städte Siebenbürgens, teilweise mit Umstieg.
Fahrpläne und Verbindungen findest du auf der offiziellen Website der rumänischen Staatsbahn: CFR Călători.
Da Bauarbeiten und Fahrplanänderungen die Reisezeiten beeinflussen können, solltest du die Verbindung kurz vor deiner Reise überprüfen.
Mit dem Flugzeug
Für internationale Reisende kommen unter anderem die Flughäfen von Sibiu, Târgu Mureș und Cluj-Napoca infrage. Welche Verbindung am sinnvollsten ist, hängt vom Abflugort und den verfügbaren Flügen ab.
Vom Flughafen kannst du mit Mietwagen, Bus oder einer Kombination aus Bus und Bahn weiterreisen.
Übernachten in Sighișoara: Altstadt oder Unterstadt?
Wer die mittelalterliche Atmosphäre besonders intensiv erleben möchte, sollte möglichst innerhalb der historischen Zitadelle übernachten.
Dort befinden sich kleinere Hotels, Pensionen und Gästehäuser in teilweise jahrhundertealten Gebäuden. Besonders abends, wenn viele Tagesbesucher die Stadt verlassen haben, entfaltet Schäßburg seinen eigentlichen Charme.
Die Unterstadt eignet sich dagegen für Reisende, die leichter mit dem Auto anreisen möchten oder eine Unterkunft in Bahnhofsnähe suchen.
Bei der Buchung solltest du auf mögliche Parkmöglichkeiten, Treppen und den Zugang mit Gepäck achten. Gerade die alten Pflasterstraßen sind mit schweren Rollkoffern nicht immer angenehm.
Die schönsten Ausflugsziele rund um Sighișoara
Schäßburg liegt ideal für eine Rundreise durch Siebenbürgen. In der näheren und weiteren Umgebung erwarten dich historische Dörfer, Kirchenburgen und malerische Landschaften.
Viscri (Deutsch-Weißkirch)
Das Dorf Viscri ist für seine traditionellen sächsischen Bauernhäuser und seine beeindruckende Kirchenburg bekannt. Die ländliche Architektur und die ruhige Atmosphäre machen den Ort zu einem beliebten Ausflugsziel.
Die Kirchenburg gehört zu den UNESCO-geschützten Dörfern mit Kirchenburgen in Siebenbürgen. Ein Besuch lässt sich gut mit einer Autofahrt durch die umliegende Hügellandschaft verbinden.
Biertan (Birthälm)
Biertan zählt zu den bekanntesten historischen Dörfern Siebenbürgens. Besonders sehenswert ist die mächtige Kirchenburg, die auf einem Hügel über dem Ort thront.
Die Befestigungsanlagen, Wehrtürme und die historische Kirche vermitteln einen eindrucksvollen Eindruck von der früheren Bedeutung der sächsischen Gemeinden.
Rupea (Reps)
Die Burg Rupea ist eine weithin sichtbare Festungsanlage auf einem felsigen Hügel. Sie gehört zu den imposantesten Burgen der Region und bietet schöne Ausblicke auf die Landschaft.
Wer von Schäßburg in Richtung Kronstadt fährt, kann einen Abstecher nach Rupea einplanen.
Sibiu (Hermannstadt)
Sibiu gehört zu den kulturell interessantesten Städten Rumäniens. Die historische Altstadt begeistert mit mittelalterlichen Plätzen, prächtigen Bürgerhäusern und bekannten Sehenswürdigkeiten wie der Lügenbrücke.
Auch das Brukenthalmuseum befindet sich hier. Besonders für Kunst- und Geschichtsinteressierte ist Hermannstadt ein lohnendes Ziel.
Brașov (Kronstadt)
Die Stadt Brașov liegt am Rand der Karpaten und besitzt ebenfalls eine sehenswerte historische Altstadt. Zu den bekanntesten Attraktionen gehören die Schwarze Kirche, der Rathausplatz und der Hausberg Tâmpa.
Von Brașov aus lassen sich weitere Ziele wie das Schloss Bran oder die Bergregionen der Südkarpaten erkunden.
Wie viele Tage sollte man für Sighișoara einplanen?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt reicht grundsätzlich ein voller Tag aus. Wer den Stundturm besteigen, die Kirchen besichtigen und die Atmosphäre in Ruhe genießen möchte, sollte jedoch mindestens eine Übernachtung einplanen.
Bei einem Aufenthalt von zwei Tagen bleibt außerdem ausreichend Zeit für die Gastronomie, die historischen Gassen und kleinere Erkundungen abseits der Hauptwege.
Planst du zusätzlich Ausflüge nach Viscri, Biertan oder Rupea, lohnt sich ein längerer Aufenthalt in der Region.
Praktische Tipps für deinen Besuch in Schäßburg
- Bequeme Schuhe tragen: Die Altstadt besteht aus Kopfsteinpflaster, Treppen und teilweise steilen Wegen.
- Früh starten: Morgens sind bekannte Sehenswürdigkeiten häufig weniger besucht.
- Bargeld mitnehmen: In Rumänien wird mit dem Rumänischen Leu (RON) bezahlt. Kartenzahlung ist weit verbreitet, aber kleine Beträge lassen sich oft unkomplizierter bar bezahlen.
- Parkplätze prüfen: Die historische Oberstadt ist nicht überall mit dem Auto erreichbar.
- Eine Übernachtung einplanen: Die beleuchtete Altstadt ist am Abend besonders stimmungsvoll.
- Öffnungszeiten kontrollieren: Museen und Kirchen können je nach Saison unterschiedliche Besuchszeiten haben.
- Zeit für kleine Gassen lassen: Nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern auch versteckte Innenhöfe und historische Details machen den Reiz der Stadt aus.
Häufig gestellte Fragen zu Sighișoara
Ist Sighișoara einen Besuch wert?
Ja. Schäßburg gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Städten Rumäniens. Die UNESCO-geschützte Altstadt, der Stundturm, die historischen Kirchen und die farbenfrohen Häuser machen den Ort zu einem besonders lohnenswerten Reiseziel in Siebenbürgen.
Wie heißt Sighișoara auf Deutsch?
Der deutsche Name von Sighișoara lautet Schäßburg. Er geht auf die jahrhundertelange Geschichte der Siebenbürger Sachsen zurück.
Liegt Sighișoara in Transsilvanien?
Ja, Sighișoara liegt in der historischen Region Siebenbürgen, die international auch als Transsilvanien bekannt ist. Die Stadt gehört zum rumänischen Kreis Mureș.
Kann man Sighișoara an einem Tag besichtigen?
Ja. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander. Für einen entspannten Besuch empfiehlt es sich allerdings, mindestens einen ganzen Tag und idealerweise eine Übernachtung einzuplanen.
Wurde Dracula in Sighișoara geboren?
Vlad III. Drăculea, der historische Herrscher, der mit der Dracula-Legende verbunden wird, wurde vermutlich um 1431 in Schäßburg geboren. Der Vampir Dracula ist dagegen eine fiktive Romanfigur.
Ist Sighișoara für Familien geeignet?
Ja. Die mittelalterlichen Türme, Stadtmauern und Treppen können auch für Kinder spannend sein. Familien mit kleinen Kindern sollten jedoch beachten, dass die Altstadt viele Steigungen und Kopfsteinpflaster besitzt.
Ist die Altstadt von Sighișoara kostenlos zugänglich?
Ja. Die historischen Straßen und öffentlichen Plätze kannst du grundsätzlich kostenlos besichtigen. Für bestimmte Museen, Türme und Kirchen können Eintrittsgebühren anfallen.
Welche Sehenswürdigkeiten sollte man auf keinen Fall verpassen?
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören der Stundturm, der Burgplatz, die überdachte Schülertreppe, die Bergkirche und die historischen Zunfttürme. Auch das mögliche Geburtshaus von Vlad Drăculea ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Fazit: Sighișoara ist eines der schönsten Reiseziele Siebenbürgens
Sighișoara ist weit mehr als ein kurzer Zwischenstopp auf einer Rumänien-Rundreise. Die mittelalterliche Altstadt, die jahrhundertealten Wehrtürme und die besondere Geschichte der Siebenbürger Sachsen machen Schäßburg zu einem außergewöhnlichen Reiseziel.
Besonders reizvoll ist, dass die historische Zitadelle keine reine Museumsanlage ist. Zwischen den alten Mauern wird bis heute gewohnt, gearbeitet und gelebt.
Ob du dich für Geschichte interessierst, mittelalterliche Architektur fotografieren möchtest oder einfach durch romantische Gassen schlendern willst: Sighișoara gehört zu den Orten in Rumänien, die man mindestens einmal gesehen haben sollte.